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Grasberg
Luth. Kirche
Neubau 1694
II/21
Die Orgel wurde ursprünglich für
die Kirche des Hamburger Waisenhauses am Rödingsmarkt erbaut. 1785 wurde dieses Gebäude
aufgegeben, da ganz in der Nähe eine neue Einrichtung mit einer ebenfalls neuen Orgel
gebaut wurde. Die alte Orgel von Schnitger wurde nach Grasberg verkauft.
Die Mixturen in Haupt- und Brustwerk sind noch original. Es sind die für die Zeit
um 1700 typischen, relativ hohe Klangkronen, die sogenannte "schneidende
Schärfe".
Die Farbgebung der Orgel ist nicht original. Neben dem Flachfeld auf der rechten
Seite wurde auf dem Rahmenstück die alte Bemalung freigelegt.
1788 Umsetzung nach Grasberg durch Georg Wilhelm
Wilhelmy, Stade
Dies war kein reiner Umzug, sondern ein Umbau. Das "Ober Clavier", welches
vorher in einem Gehäuse zwischen Hauptwerk und Pedal stand, wurde in ein Brustwerk
umgebaut. Das Gehäuse vorne wurde verbreitert, insgesamt erhöht und wahrscheinlich auch
die Seitentürme in Rundtürme umgebaut. Wilhelmy nutzte die in Grasberg vorhandene
größere Raumhöhe aus. Infolge der Veränderungen wurde auch die Traktur zum Teil
erneuert. Im Pedal neue Posaune 16 aus dem Dulcian 16 bSchnitgers, im Brustwerk statt der
Plockfloit von Schnitger eine neue Rohrflöte. Die Pedalmixtur wurde verkleinert.
Das Cornett 2 dort entfiel. Die neuen räumlichen Verhältnisse führten auch zu
Änderungen in der Aufstellung der Pfeifen.
1826 Instandsetzung nach Witterungseinflüssen im
Kirchendach durch Georg Wilhelmy
1859-1862 Umdisponierung durch Johann Heinrich Rohdenburg,
Lilienthal
Statt Nasat 3 und Sexquialt jetzt Gamba 8 und Bordun 16
1918 Ablieferung der 65 Prospektpfeifen Schnitgers zu
Kriegszwecken
1950 Instandsetzung durch Paul Ott, Göttingen
Hierbei wurden leider die Pfeifen verändert, gemäß der damaligen Auffassung
1985 Abschluss der Wiederherstellung des von Wilhelmy
1788 geschaffenen Zustands durch Gebr. Hillebrand, Altwarmbüchen
Schnitger: Gehäuseoberteil (mit Veränderungen),
Register: 5 von 8 im Hauptwerk,
5 von 6 im Brustwerk, 4
von 7 im Pedal,
Windladen
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