Groningen, Pelstergasthuiskerk

 
Groningen, Pelstergasthuiskerk
Umbau 1693/1712

II/20, ang. Pedal
 
 
 
In der Pelster- oder Heilige Geest Gasthuiskerk stand zunächst ein Werk von Anthoni Verbeeck von 1627. Dieses befand sich an der Nordwand. Schnitger führte daran 1693 einen ersten Umbau aus. Die Orgel bekam u.a. ein neues Rückpositiv.
1712 arbeitete Schnitger noch einmal am Hoofdwerk.
Der heutige Zustand und die Position an der Westwand geht auf Albert Anthoni Hinsz zurück. Eine Besonderheit ist, dass die von P.van Oeckelen stammenden Propektpfeifen bis heute beibehalten wurden.
In dieser Hinsicht ist hier nicht viel Substanz Schnitgers erhalten geblieben.
 
Hinweis: In der Beschreibung wurden neueste Publikationen berücksichtigt.
Im Falle dieser Orgel gibt es Abweichungen zu früheren Quellen.

 
Schnitger  :
Gehäuse (in Teilen), 2 Register ganz, 7 teilweise

Stimmung : ungleichstufig mit 6 reinen Quinten
 
 
I. Hoofdwerk  C-c''' II. Rugpositief  C-c'''
Praestant
Quintadeen
Holpijp

Octaaf
Fluit
Quint
Octaaf

Fluit
Cornet disc. 3st
Mixtuur B/D 4st

Fagot B/D
Trompet
 
8
16
8

4
4
3
2

2
 
 
16
8
o/s/h
s/h
s
h
h
s/bt
s/bt
h
h
s/h/bt
s2 
bt
Praestant
Gedakt
Fluit
Quintfluit

Octaaf
Sesquialter 2-3st
Scherp 3st

Dulciaan
4
8
4
3

2
 
 
8
o/h/s 
s/bt
v/h/bt
s/f/bt
bt
bt
s/bt
h/bt
  v = Verbeeck 1627
  s = Schnitger 1693
  s2 = Schnitger 1712
  h = Hinsz 1774
  f = Freytag 1803/1820
  o = v.Oeckelen 1875
  bt = Bakker & Timmenga 1993
12 8

1627
Neubau durch Anthoni Verbeeck, mit Hauptwerk und Rückpositiv, aufgestellt an der Nordwand
1693 Umbau durch Schnitger:

  Gehäuse- und Bildhauerarbeiten
  Neues Rückpositiv unter Benutzung alter Teile
  Dispositionsänderung, Vergößerung des Manualumfangs
  Schnitger übernimmt auch hier viel Pfeifenmaterial der Vorgängerorgel
1712 Neue Windlade, Klaviatur und Fagot 16 im Hoofdwerk durch Schnitger

  Bis zu diesem Zeitpunkt stand die Orgel noch an der Nordwand
1774 Im Zuge des Kirchenumbaues Umsetzung an die Westwand durch Albert Antonie Hinsz

  Neue Windladen und Mechanik. Vergößerung der Disposition und des Umfangs auf volle große Oktave
  Verbreiterung des Gehäuses
1875 und 1915 Reparatur und Änderungen durch Petrus van Oeckelen
  Neue Prospektpfeifen und Windversorgung, Dispositionsänderungen
1989/90 (1993?) Restaurierung auf den Stand von 1774 durch Bakker & Timmenga, Leeuwarden
  Grundlage dafür war die von N.A.Knock aufgeschriebene Disposition von 1788

 

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