Groningen, Pelstergasthuiskerk

 
Groningen
Pelstergasthuiskerk, Prot.

Umbau 1693/1712

IIp/20, ang. Pedal

In der Pelster- oder Heilige Geest Gasthuiskerk stand zunächst ein Werk von Anthoni Verbeeck von 1627. Dieses befand sich an der Nordwand.
 
Der heutige Zustand und die Position an der Westwand geht auf Albert Anthoni Hinsz zurück. Eine Besonderheit ist, dass die von Petrus van Oeckelen stammenden Propektpfeifen bis heute beibehalten wurden.
In dieser Hinsicht ist hier nicht viel Substanz Schnitgers erhalten geblieben.
 
Hinweis: In der Beschreibung wurden neueste Publikationen berücksichtigt.
Im Falle dieser Orgel gibt es Abweichungen zu früheren Quellen.

 
1627 Neubau durch Anthoni Verbeeck, mit Hauptwerk und Rückpositiv, aufgestellt an der Nordwand
 
1693 Umbau durch Schnitger
Gehäuse- und Bildhauerarbeiten, neues Rückpositiv unter Benutzung alter Teile,  Dispositionsänderung, Vergößerung des Manualumfangs
Schnitger übernimmt auch hier viel Pfeifenmaterial der Vorgängerorgel
 
1712 Neue Windlade, Klaviatur und Fagot 16 im Hoofdwerk durch Schnitger
Bis zu diesem Zeitpunkt stand die Orgel noch an der Nordwand
 
1774 Im Zuge des Kirchenumbaues Umsetzung an die Westwand und Umbau durch Albert Antonie Hinsz
Neue Windladen und Mechanik, Vergrößerung der Disposition und des Umfangs auf volle große Oktave, Verbreiterung des Gehäuses
 
1875 und 1915 Reparatur und Änderungen durch Petrus van Oeckelen
Neue Prospektpfeifen und Windversorgung, Dispositionsänderungen
 
1989/90 (1993?) Restaurierung auf den Stand von 1774 durch Bakker & Timmenga, Leeuwarden
Grundlage dafür war die von N.A.Knock aufgeschriebene Disposition von 1788
 
 
  Schnitger:   Gehäuse (in Teilen), 2 Register ganz, 7 teilweise
 

 
I. Hoofdwerk II. Rugpositief
Praestant
Quintadeen
Holpijp
Octaaf
Fluit
Quint
Octaaf
Fluit
Cornet disc. 3st
Mixtuur B/D 4st
Fagot B/D
Trompet
 
8
16
8
4
4
3
2
2
 
 
16
8
o/s/h
s/h
s
h
h
s/bt
s/bt
h
h
s/h/bt
s2 
bt
Praestant
Gedakt
Fluit
Quintfluit
Octaaf
Sesquialter 2-3st
Scherp 3st
Dulciaan
4
8
4
3
2
 
 
8
o/h/s 
s/bt
v/h/bt
s/f/bt
bt
bt
s/bt
h/bt
12 8
v = Verbeeck 1627
s = Schnitger 1693
s2 = Schnitger 1712
h = Hinsz 1774
f = Freytag 1803/1820
o = v.Oeckelen 1875
bt = Bakker & Timmenga 1993

Stimmung ungleichstufig mit 6 reinen Quinten
Tonumfang C-c3