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Mariana, Kathedrale, Brasilien Neubau um 1710 II/19, angeh. Pedal |
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Mariana liegt gut 400km nördlich von Rio de Janeiro. Die Orgel war ursprünglich für Lissabon bestimmt. Wo sie dort einmal stand ist nicht belegt, aber es ist ein Kontrakt des Schnitger-Gesellen Johann Heinrich Ulenkampf mit die Kirche São Francisco von 1711 erhalten, bei dem es vielleicht um die Aufstellung dieser Orgel ging. Am Gehäuse finden sich Symbole der Franziskaner. Denkbar ist, dass der portugiesische König den Franziskanern das Instrument schenkte. Es gilt als sicher, dass die Orgel in Deutschland gefertigt wurde. 1752 wurde die Orgel durch den portugiesischen König an die neue Diözese in Mariana in Brasilien weitergegeben und wohl 1753 dort in Gebrauch genommen. Mariana war damals ein wichtiger Handelsplatz für Portugal. Die Bemalung zeigt den damals populären China-Stil, der auch Faro anzutreffen ist. Schnitger : Gehäuse, Prospektprinzipale, Register, Windladen, Teil der Spielmechanik, Manualklaviaturen Stimmung : Modifiziert mitteltönig Weitere Beschreibung siehe unten |
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| I. Hauptwerk CDEFGA-c''' | II. Brustwerk CDEFGA-c''' | Pedal angehängt | |||||
| Quintade Principal (Prospekt ab C) Gedackt Octave Flöte Quinta Superoctave Sesquialtera II Mixtur IV Fagott Trompete B/D |
16 8 8 4 4 3 2 16 8 |
s/+
s s/e s + s s s s e e |
Gedackt Gedacktflöte Octave Spitzflöte D Quinte Sifflet Sesquialter II Dulzian B/D |
8 4 2 2 1 1/3 1 B/D 8 |
s s s s s s s s |
s = Schnitger + = 1752 in Mariana e = Edskes 2001 |
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| 11 | 8 | ||||||
| 1752 Durch Schenkung kommt die Orgel nach Brasilien. Es wird verschifft und 1753 dort aufgebaut. Der erste Bischof der neuen Diözese Mariana übernimmt das Instrument. Die ursprünglich vorhandene Quintade 16 wird durch eine gedeckte Fluit 4 ersetzt. (Dies wurde erst 2001 festgestellt) 19. Jahrhundert Keilbalg wird durch einen Magazinbalg ersetzt Register entfernt Neue Klaviaturen Durch mangelnde Pflege verfällt das Instrument in der Folgezeit und wird lange unspielbar. 1984 1. Restaurierung durch Rudolf von Beckerath, Hamburg Neue Klaviaturen Windversorgung verbessert Ersatz für die verloren gegangenen Zungenstimmen Originaldisposition wird nicht wieder hergestellt, sondern Veränderungen darin Orgel wird in nicht originalen Chorton höherh gestimmt. Dabei werden originale Pfeifen abgeschnitten - somit aber auch die Mensurverhältnisse verändert Neues modernes Pedal 2001 2. Restaurierung durch Bernhard Edskes, Wohlen/Schweiz Diese hatte zum Ziel, die originalen Verhältnisse wieder herzustellen, unter Rückgängigmachung der Änderungen von 1984. Originale Tonhöhe durch Anlängen der Pfeifen Rekonstruktion der Windversorgung und Korrekturen an der Traktur Rekonstruktion der Zungenstimmen Fagott 16 und Trompet 8 Ersetzen und Ergänzen von Labialstimmen in entsprechender Ausführung Neue Orgelbank und Pedalklaviatur in historischer Bauweise Restaurierung der aufbewahrten Klaviaturen Restaurierung des Gehäuses |
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