Noordbroek

   
Noordbroek, Hervormde Kerk

Neubau 1696

II/24
 
 
 
Noordbroek war das erste große Projekt Schnitgers in der Provinz Groningen nach dem Umbau der Martiniorgel.

Die Orgel wurde abgeliefert mit 20 Registern auf Hauptwerk, Rückpositiv und Pedal. Letzteres stand hinter dem Hauptwerk.

Ein erster großer Eingriff nach Schnitger erfolgte durch Albert Anthoni Hinsz 1768, der die Windladen und Klaviaturen erneuerte, sowie Register hinzufügte.

Die heutige, vor allem äußere Gestalt geht auf einen Umbau durch Heinrich Hermann Freytag 1809 zurück. Dieser baute ein völlig neues Pedalwerk in seitlich-verbundenen Türmen an. Er erneuerte auch die Prospektpfeifen.

Die Orgel wird trotz der relativ großen Veränderungen, zumindest auf das Hauptwerk bezogen, als authentisch angesehen. Interessant auch: Rückpositiv ist das II.Manual

Schnitger  : Gehäusemittelteil und Rückpositiv, Register 7 ganz,
                  7 teilweise
                 
Stimmung : Werckmeister III (nach H.Vogel)

 
 
  I. Hoofdwerk  C-c''' II. Rugpositief  C-c''' Pedal C-d'
Praestant
Quintadeen
Holpijp

Octaaf
Spitsfluit
Quint
Octaaf
Mixtuur 4-5st

Trompet
Vox humana
 
8
16
8
4
4
3
2
 
8
8
f
h/e
s
s
s
s/a
s
s/h
s
h
Praestant
Fluit douce
Spitsfluit

Octaaf
Sesquialter 2-3st
Scherp 3-4st

Dulciaan
4
8
4

2
 
 
8
f
a/s/h
a/s/h
o/e
e
e
h
Praestant
Subbas
Gedekt

Octaaf
Bazuin
Trompet
Cornet
8
16
8
4

16
8
4
f
s
f
s
s/f
s/f
s/f
  a = älter als Schnitger
  s = Schnitger 1696
  h = Hinsz 1752/68
  f = Freitag 1809
  o = Oeckelen 1855
  e = Edskes/Graafhuis 1955
7 10 7  


1768
Veränderungen durch Albert Antonie Hinsz:
  Klavierumfang vergrößert, Laden von Rp und Hw erneuert, neue Klaviaturen, zusätzliche Register eingebaut
1809 Umbau durch Heinrich Hermann Freytag:

  Neues Pedal, seitlich statt hinter dem Hw, auf neue Windladen
  Neue Prospektpfeifen mit Spitzlabien
1855 Umbau durch Petrus van Oeckelen:

  3 Register im Rp ausgetauscht
  Prospektpfeifen "versilbert". Bälge neu beledert.
1857 endet die Pflege durch die Familie Freytag und damit auch eine Orgelbauer-Linie:

  Schnitger sen. - Schnitger jr. - Hinsz - Freytag sen. - Freytag jr., die nahtlos an die Arbeiten Schnitgers anschloss.

1920er Jahre: Änderungen am Dulciaan durch Holtman u. Leemhius.

  Es gab auch Pläne einer umfassenden "Modernisierung".
1955 Wiederherstellung des Rp in den Zustand von 1809 durch Graafhuis und Edskes. Statt Bourdon wieder Quintadena.

Bis 1980 weitere Arbeiten zur Wiederherstellung.
1983/84 Reparatur der Zungen, Einstimmung auf Werckmeister.
1994 Test mit einem mechanischen Kalkanten
1998 Spielschrank neu ausgestattet

Eine durchgreifende Restaurierung hat noch nicht stattgefunden (Stand 2009)

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