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Bielefeld St.Jodokus, kath. 1654 Hans
Henrich Reinking, Bielefeld Das ehemalige Franziskanerkloster hatte bereits kurz nach seiner Fertigstellung 1515 eine Orgel, die an der Nordseite nahe eines Lettners als Schwalbennest aufgestellt war. 1654 Neubau einer Orgel durch den Bielefelder Orgelbauer Hans Henrich Reinking. Diese stand vermutlich gleich auf einer Westempore. 1769 Erweiterung durch Johann Patroclus Möller, Lippstadt. Selbständiges Pedal mit 5 Registern auf Springladen, unter hinzufügen von Pedaltürmen. Diese wurden über Harfenfelder mit dem Reinking-Prospekt verbunden. 1847 Umbau durch Johann Kersting, Münster Nach einer Instandsetzung 1881 durch August Randebrock, Paderborn, fand 1897 nochmal ein Umbau mit Dispositionsänderungen durch Friedrich Bernhard Meyer aus Herford statt. 1914 Neubau eines pneumatischen Werks durch
Anton Feith, Paderborn. Durch die jetzt vorhandenen 45 Register muste das Gehäuse
angepasst werden. |
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1955 Umbau durch Anton Feith jun., Paderborn Nicht zuletzt durch Kriegseinwirkungen war dies notwendig geworden. Gebläse, Kanäle und Windladen (Kegelladen) neu. Die Spiel- und Registertraktur ist elektrisch. Mehr als die Hälfte des Pfeifenwerks von 1914 wurde wieder verwendet, sowie das bisherige Gehäuse. Es wurde auch eine neue Empore erbaut, die bis heute erhalten ist. Die Orgel hatte 47 Register auf 3 Manualen und Pedal. Bis 1973 war dieses größtenteils historische Orgelgehäuse in seiner Anordnung noch erhalten: In der Mitte das Werk von Reinking, rechts und links die Pedaltürme von Möller mit den harfenförmigen Übergängen. 1973-74 Grundlegende Umgestaltung durch Matthias Kreienbrink, Osnabrück Neubau des Werks mit 40 Registern auf Rückpositiv, Hauptwerk, Schwellwerk und Pedal, Schleifladen, elektrische Registertraktur. Das alte historische Gehäuse wurde abgebrochen. Die Prospektteile des alten Hauptwerks von Reinking kamen als Front in das neue Rückpositiv, die des Möller-Pedals wurden in den seitlichen Türmen verändert wiederverwendet. Erhalten sind weiter zahlreiche Verzierungen von 1654 und 1769. Die im Rückpositiv in den Spitztürmen stehenden stummen Spiegelpfeifen stammen von vor 1900, möglicherweise sind sie noch von Reinking. Der alte Spieltisch, 13 Register von 1914 und 10 von 1955 kamen als neue Orgel in die Piuskirche in Bielefeld-Gadderbaum. 1988 Renovierung und Erweiterung durch Fischer + Krämer, Endingen. Im Pedal Quinte 10 2/3 und Bombarde 32 hinzu, im Hauptwerk ein Salicional 8 und Plein jeu 6f statt Mixtur und Cymbel. 2013 Generalreinigung und technische Überholung durch Orgelbau Eule, Bautzen. |
| I. Rückpositiv | II. Hauptwerk | III. Schwellwerk | Pedal | |||||||
| Gedackt Prestant Blockflöte Nasat Octava Tertia Spitzquinta Oberton Scharff Krummhorn |
8 4 4 2 2/3 2 1 3/5 1 1/3 3f 4f 8 |
Bourdon Principal Spitzflöte Salicional Octava Querflöte Quinta Octava Plein jeu Trompete Vox humana |
16 8 8 8 4 4 2 2/3 2 6f 8 8 |
Holzprincipal Viola di Gamba Schwebung Octava Rohrquintade Nachthorn Cornett Fourniture Fagott Cor Anglais Franz. Trompete |
8 8 8 4 4 2 5f 5f 16 8 4 |
Principal Untersatz Quinte Octava Gemshorn Octava Hintersatz Bombarde Posaune Trompetenbaß |
16 16 10 2/3 8 8 4 5f 32 16 8 |
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| 10
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11 | 11 | 10 | |||||||