Liesborn, Ss. Cosmas und Damian

 
Liesborn

Ss. Cosmas und Damian, kath.

1667 Johann Gieseler, Köln
1834 Johann Hermann Dreymann, Beckum, IIP/22


In Liesborn existierte bis 1803 ein Benediktinerkloster.
Es bestand eine bauliche Trennung zwischen Kloster- und Pfarrkirche.
Die heutige Kirche entstand gegen 1819 durch die Vereinigung der beiden Kirchräume.
 
In der vormaligen Klosterkirche befand sich wohl schon im 16. Jahrhundert eine Orgel.

1667 größere Baumaßnahme durch Johann Gieseler aus Köln. Aufgrund der hohen Kosten geht man von einem ein Neubau aus.
Von 1805 ist die Disposition überliefert: 14 Stimmen auf Hauptwerk und Positiv.
 
In der Pfarrkirche befand sich seit dem 17. Jahrhundert eine Orgel eines unbekannten Erbauers. Von 1805 ist auch hier die Disposition überliefert:
10 Stimmen auf einem Manual.
 
Aufgrund der neuen Raumsituation sollte nun eine neue Orgel gebaut werden.


1834
Neubau durch Johann Hermann Dreymann, Beckum
Die Dispostion ist detailliert überliefert: 22 Register auf 2 Manualen und Pedal. Von der alten Gieseler-Orgel übernahm er 6 Register, weiteres Material teilweise und die Hauptwerks-Lade.
 
In der Folgezeit weitere Reparaturen und kleine Änderungen.

 
1963
Umbau durch Speith, Rietberg
Elektrische Spiel- und Registertraktur. Frei stehender Spieltisch.
14 Register sind alt oder teils alt.

 
2024
Umbau durch die Orgelmanufaktur Peters, Glandorf
Umstellung auf mechanische Spiel- und Registertraktur, sowie Reorganisation der Windversorgung und Windladen.
 
Die Orgel hat jetzt einen neuen Spielschrank vorn im Gehäuse.
Die Hauptwerkslade von Gieseler besteht noch im Pedal (?).
 

Foto: Orgelmanufaktur Peters
 
I. Manual II. Manual Pedal
Quintade
Prinzipal
Gemshorn
Oktave
Flauto dolce
Waldflöte
Sesquialter 2f
Mixtur 5f
Trompete
16
8
8
4
4

 
1 1/3
8
 
 
a
a
a
1)
a
 
Flauto
Prinzipal
Gedacktflöte
Oktave
Quinte
Scharff 4f
Rohrschalmei

Tremulant
 
8
4
4
2
1 1/3
1
8
a
a
a
d
d

 
Subbass
Oktavbass
Gedacktbass
Choralbass
Rauschwerk 5f
Posaune
16
8
8
4
2 2/3
16
a
a
2)
 
a

 
9 7 6
 
d = bis auf C von Dreymann 1834
a = zum größten Teil Dreymann 1834 und aus den Vorgänger-Orgeln
1) = Umbau 1878 aus Octav 2
2) = Dreymann 1834, vorher im Manual
Es wurde darauf hingewiesen, dass alles alte Material immer wieder angepasst, umgestellt und in der Mensur verändert wurde.