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Marienfeld Ehemalige Abteikirche, kath. 1751 Johann Patroclus Möller, Lippstadt, IIIP/41 Die ehemalige Zisterzienserabtei wurde
1185 gegründet, die Kirche 1222 geweiht. Die Orgel ist eine von mindestens drei Möller-Orgeln, die sich seit ihrer Erbauung an ihrem originalen Platz befinden. Sie nimmt imposant die ganze Westseite der Kirche ein und gilt als größte Orgelfassade Westfalens. Auch hier ist wieder die üppige Bestückung mit Prinzipalen auffallend. Über Vorgängerinstrumente geben nur die Ausgabenbücher der Äbte Auskunft. Unter anderem sind hier Arbeiten von Daniel Bader, Reinking und Klausing belegt. 1724 hatte das vormalige Instrument 26 Register auf Hauptwerk, Rückpositiv und Pedal, und besass Springladen. 1746 - 1751 Neubau durch Möller Die weitere Baugeschichte: 1826 Ersatz der Manualklaviaturen durch Peter Austermann, Warendorf 1844 Weitreichender Eingriff durch Franz Henrich Pohlmann, Warendorf: Dabei wurde wahrscheinlich eine neue Traktur und eine Manualkoppel eingebaut. Weiter wurden vermutlich einige Register ersetzt und die Orgel gleichschwebend gestimmt 1884 Umbau durch Rudolf Randebrock, Paderborn. Ersatz der
alten Windladen, Neubau der Keilbalganlage Möllers, neue Traktur, Austausch alter
Register durch romantische Stimmen. 1924 Weiterer Umbau durch Ludwig Fleiter, Münster.
Umstellung auf pneumatische Traktur, nochmals neue Windladen, Einbau weiterer neuer
Register. Das Rückpositiv kam als Schwellwerk hinter das Hauptgehäuse. Erweiterung der
Manual- und Pedalumfänge. 1961/62 Restaurierung durch Franz Breil, Dorsten, unter der Betreuung von Rudolf Reuter, Münster. Völlige Neuanlage des Werks, der Trakturen und Windladen. Beseitigung von romantischen Registern von Randebrock und Fleiter. 25 Register mussten neu nach barockem Vorbild angefertigt werden. Einbau eines Brustwerks. Nun hatte die Orgel 41 Register auf Hauptwerk, Rückpositiv, Brustwerk und Pedal. 1999 Abschluss der Erneuerung der technischen Anlage von 1962 auf den heutigen
Stand durch die Fa. Kreienbrink, Osnabrück. Dies war durch Klimaschäden
unvermeidlich geworden. Neubau der ursprünglichen Keilbalganlage mit 4 großen Bälgen.
Umbau auf hängende Spieltraktur. Ungleichschwebende Stimmung nach Neidhardt I. Das Werk enthält jetzt: |
| I. Rückpositiv | II. Hauptwerk | III. Brustwerk | Pedal | |||||||
Principal Tremulant |
8 8 8 4 4 2 2/3 2 2 II IV 16 8 |
Principal Octav Gedackt Viola da Gamba Octav Gedacktflöte Octav Sesquialtera Mixtur Zimbel Trompete Vox humana |
16 8 8 8 4 4 2 III IV III 8 8 |
Holzgedackt Flöte Octav Terz Quinte Octav Zimbel Schalmey Tremulant |
8 4 2 1 3/5 1 1/3 1 III 8 |
Principal Subbaß Octav Octav Nachthorn Mixtur Posaune Trompete Trompete |
16 16 8 4 2 V 16 8 4 |
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| 12 | 12 | 8 | 9 | |||||||
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