Melle, St.Petri

 
Melle

St.Petri, luth.

1724 Christian Vater, Hannover, III/37


Die Orgel entstand im Zuge des Wiederaufbaus großer Teile der Stadt nach einer verheerenden Brandkatastrophe, die auch die Kirche vernichtete.

Unter dem Mäzenatentum des damaligen Landesherrn, Ernst-August II. von Hannover, erhielt Christian Vater, ehemaliger Meisterknecht von Arp Schnitger, als Hoforgelbauer den Auftrag, ein neues Instrument zu bauen.
Es wurde 1724 fertiggestellt und ist das größte Orgelwerk Vaters neben der Oude Kerk, Amsterdam.

1819 neue Windladen durch Carl Schmid, Bremen.
 
1864 Umbau durch Gebr. Rohlfing, Osnabrück

Neue Kegelladen
Stillegung des RP
Neues Hinterwerk
Traktur und Spieltisch

1919 Neue Taschenladen Gebr. Rohlfing, Osnabrück

In den
1940er Jahren Entfernung der alten Mixtur, Scharf und Sesquialtera

1963 NB des Werks durch Hans Wolf, Verden mit III/32, unter Verwendung des Prospekts und erhaltener Pfeifen.

1972 und 1975 Restaurierung/technische Verbesserung der Spielanlage durch Steinmann, Vlotho.

2000 Restaurierung und Rekonstruktion durch Bernhardt Edskes, Wohlen/Schweiz.
Die Prospektprinzipale von Hauptwerk und Pedal sind weitgehend erhalten. Im Pedal ist es der einzige erhaltene Prospektprinzipal 16 aus dieser Zeit. Er besteht aus Blei und ist foliiert.
Von Vater ist kein Register vollständig erhalten.

 
I. Rückpositiv II. Oberwerk III. Brustwerk Pedal
Gedact
Quintaden
Principal
Spitzfloit
Octav
Waldfloit
Sieffloit
Scharff 4f
Fagott
Dulcian

Tremulant
8
8
4
4
2
2
1 1/3
 
16
8
v
v
v
 
 
v
Quintaden
Principal
Spitzfloit
Rohrfloit
Octav
Gemshorn
Quinta
Superoctav
Sesquialter 2f
Mixtur 5f
Trompete
Vox humana
 
16
8
8
8
4
4
3
2
 
 

8
8
v
v
 
v
 
v
v
Holtzgedackt
Gedact
Octav
Floit
Quinta
Sesquialter 2f
Cimbel 3f
Hautbois
8
4
2
2
1 1/2
 
 
8
Prinzipal
Octav
Octav
Mixtur 5f
Posaune
Trompete
Schallmey
16   v
8
4

16
8
4
10 12 8 7
v = Register teilweise von Vater