Marienmünster

   
Marienmünster

Ehemalige Abteikirche, kath.

1738 Johann Patroclus Möller, Lippstadt, III/42
 

 
 
Gegründet 1128 hat die Abtei durch die Jahrhunderte viele bauliche Veränderungen und Erweiterungen erfahren. 1803 wurde das Kloster säkularisiert.
Die Abteikirche ist heute katholische Pfarrkirche.

Es war nicht zuletzt ein Verdienst des Lehrers und Organisten Albert Bollens, der sich 1841 wegen der Orgel nach Marienmünster versetzen ließ und sich bis 1890 um sie kümmerte.
Eine erste Restaurierung erfolgte 1921, dann eine Zweite 1966.
Klanglich ist dieses Instrument das am reinsten erhaltene Werk Möllers, denn es enthält noch rund 85% der originalen Pfeifen. Unterstrichen wird diese Tatsache noch dadurch, daß diese Orgel, wie die in Marienfeld und Hoinkhausen, sich noch an ihrem originalen Platz befindet.
Ab September 2010 beginnen die Arbeiten der umfangreichen Überholung unter Führung des Bau- und Liegenschaftsbetriebs Nordrhein-Westfalen, da Orgel und Kirche im Besitz des Landes sind - und die vorgesehene Summe von 1,2 Mio. Euro auch bezahlt. Dabei soll die vorhandene Substanz so wenig wie möglich angetastet werden. Die Fertigstellung ist für Mai 2012 geplant.
 
 
  I. Rückpositiv II. Hauptwerk III. Brustwerk Pedal

Principal
Gedackt
Octav
Rohrflaute
Quinte
Quintflöte
Octav
Waldflöte
Sesquialtera 2f
Mixtur 4f

Fagott
Hautbois

Tremulant

 

8
8

4
4
3
3
2
1
 
1 1/3

16
8
Principal
Octav
Viola di Gamba
Gemshorn
Quinte
Octav
Flöte duis
Tertia aus
Gedackt B/
Spanisch Cornett 3f D
Sesquialtera 3f
Mixtur 5f
Zimbel 4f

Trompete
Vox humana
16
8
8
8
6

4
4

4

 


2
1/2

8
8
Quintade
Flauto traverso
Gedackt
Octav
Quinte
Flageolett
Mixtur 3f
Krummhorn

Tremulant

8
8
4

2
1 1/3
1 1/3

1
8
Principal
Subbaß
Octavbaß
Nachthorn
Choralflöte
Mixtur 6f

Posaune
Trompete
16
16
8
4
1
4

16
8
12 14 8 8
1626 erste Erwähnung einer Orgel in einem Bericht über Zerstörungen durch Militärtruppen.

1679 Neubau durch Andreas Schneider aus Höxter:

  Ein einmanualiges Werk mit 12 Registern, in das vermutlich erhalten gebliebene alte Gehäuse.
  Dieses Werk steht heute, durch Möller 1738 erweitert, in der ehemaligen Benediktinerabtei Gehrden bei Brakel.

1738 Neubau durch Johann Patroclus Möller, Lippstadt:
  Wie bei Möller vielfach üblich, im geschlossenen und gebogenen Barockprospekt ("..Facietät eines halbenMonden..").
  Die 34 Register von Hauptwerk, Rückpositiv und Pedal standen auf Springladen.
  Nur das Brustwerk hatte eine Schleiflade, aus Platzgründen.

1770/96
Reparaturen

1823 Reparatur durch Armold Isfording, Dringenberg

1879 Renovierung/Umbau mit kleinerer Dispositionsänderung. Bollend nennt "Müller aus Hildeheim"
Im Mittelturm Inschrift: "Rep. A.Döhre 1879"

1921 Erste Restaurierung durch Anton Feith, Paderborn:
  Dabei blieb der alte Pfeifenbestand fast komplett erhalten.
  Die Springladen von HW und P wurden allerdings zu Schleifladen, das RP erhielt eine Kegellade.

  Das BW hat noch seine originale Schleiflade von Möller. Auch war die originale Stimmung erhalten.
  Die Maßnahmen galten in der damaligen Fachwelt als einmalig.

1966
Restaurierung durch Franz Breil, Dorsten, unter denkmalpflegerischer Leitung
  von Prof.Rudolf Reuter (1920-1983), Münster:
  Dabei wurde die originale Disposition und Aufstellung wiederhergestellt und die Prospektpfeifen wieder klingend 
  gemacht. Einzelne Pfeifen wurden kopiert, einige ergänzt.

 

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