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Wallenbrück
St.Marien, luth.Vor 1650
Unbekannter Orgelbauer, II/20
Erbaut vor 1650
1650 kam es zu einem Brand im Kirchturm, bei dem offenbar auch
die Orgel beschädigt wurde.
1659 Reparatur, wahrscheinlich durch Hans Henrich Reinking,
Bielefeld
Die Orgel hatte 1 Manual mit 9 Registern und vermutlich ein angehängtes
Pedal. Die Disposition konnte rekonstruiert werden.
1715 Erweiterung um ein 2.Manual als Unter- oder Brustwerk mit
6 Registern durch Christian Vater, Hannover.
1840 Umbau und Reparatur durch Wilhelm Kummer, Minden
Statt Zimbel 2 Chor im Hauptwerk Flauto Amabile 4.
1852 Umbau der Empore, um mehr Platz zu schaffen.
Dabei wurde das Gehäuse nach vorn gezogen und in die Emporenbrüstung integriert.
Verlegung des Spieltisches an die Seite.
1892 Umbau durch Ernst Klaßmeier, Kirchheide
Die Manualladen wurden als Schleifladen (!) neugebaut. Das Pedal bekam eine
Kegellade.
Die Orgel hatte jetzt 19 Stimmen und ein eigenes Pedal.
Waren bis hierhin immer alte Register wiederverwendet worden, so gingen bei diesem
Umbau diejenigen von Vater aus dem 2.Manual verloren.
1974 farbliche Neubehandlung des Gehäuses und der Empore durch
August Tombusch, Ascheberg
Neurrichtung des Haupt-Gehäuses und Aufstellung eines neuen Pedalgehäuse
dahinter.
1976 Neubau des Werks durch Steinmann, Vlotho, unter Verwendung
alter Register
1991 Neuintonation nach den Erkenntnissen des historischen
Orgelbaus durch die Firma Steinmann. Die neobarocke Schärfe wurde dadurch entfernt.
1991 Aufnahme in die Denkmalliste der Stadt Spenge
2010 Bleifraß an Pfeifen festgestellt
Es hat sich inzwischen ein Orgel-Ausschuss gebildet, der die notwendigen
Arbeiten fördern und begleiten wird. Im Januar 2011 waren aus dem Anlass Fachleute zu
einem Symposium erschienen. Es werden Angebote für die Schadensbeseitigung und eine
mögliche Gesamt-Sanierung erwartet.
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